Pressemitteilung vom 01.11.2015

Tom Sagar Foto: Thorsten Horn

Tom Sagar

Nachdem es bereits am ersten Fahrtag des 37. Novemberpokals Woltersdorf, in diesem Jahr der Finallauf der Enduro Europameisterschaft sowie gleichzeitig der Deutschen Enduro Meisterschaft, einen regelrechten Titelregen gab, mussten die letzten Entscheidungen zwangsläufig am ultimativ letzten Fahrtag der Enduro-Saison 2015 fallen.

Als klarer Favorit ging wiederum der Brite Tom Sagar auf die Reise über drei Runden á 70 Kilometer über Stock und Stein des Woltersdorfer und Rüdersdorfer Umlandes am östlichen Stadtrand von Berlin. Bereits am Samstag hatte sich der 29-Jährige in souveräner Manier die EM-Titel in der Klasse E2 sowie in der „Overall“-Wertung gesichert. Die Meisterfeier fiel wohl nicht sonderlich exzessiv aus, denn mit einer in den Spezialprüfungen erfahrenen Gesamtzeit von 1:04:19,28 war er erneut hellwach und noch einmal der absolut Schnellste aller Klassen.

Auf Platz zwei landete, wie am Vortag, der zwei Jahre jüngere Edward Hübner, wobei der Sachse, der damit gleichzeitig die Klasse E1 in der EM und der DM sowie die Tageswertung der Deutschen Meisterschaft für sich entschied, mit rund 20 Sekunden Rückstand diesmal deutlich näher am übermächtig scheinenden Sieger dran war. „Hinter Tom Sagar Zweiter zu werden ist wahrlich keine Schande. Ich habe heute mit ihm über weite Strecken auf Augenhöhe gekämpft und ihm sogar ein paar Bestzeiten bei den Spezialtests abgenommen“, meinte ein sichtlich zufriedener Eddi Hübner nach der Zieldurchfahrt.

Eduard Hübner Foto: Thorsten Horn

Eduard Hübner

Stellvertretend für die vielen Teilnehmer fand er gleichzeitig auch für den veranstaltenden MC Woltersdorf e.V. im ADMV lobende Worte, indem er sagte: „Die Veranstaltung war wirklich super. Die Tests hatten sowohl für die EM wie auch die DM ein gutes Niveau. Daran kann sich so mancher Veranstalter ein Beispiel nehmen.“

Mit Matteo Rossi wurde, ebenfalls wie am Vortag, einer aus dem Juniorenbereich Dritter der Tageswertung. Der Italiener lag als Bester der Junior E1 im Ziel rund 40 Sekunden hinter Eddi Hübner.

Neben Tom Sagar (Klasse Senior E2 sowie „Overall“) hatten auch Maurizio Micheluz (Italien, Senior E1), Werner Müller (Österreich, Veteranen) und Sanna Kärkkäinen (Finnland, Women) bereits als Europameister 2015 übernachtet. Der Schwede Martin Sundin zog am Sonntag in der Klasse Senior E3 genauso nach, wie die Franzosen David Abgrall in der Junior E1 und Jeremy Carpentier in der Junior E2/E3 sowie der Italiener Mirko Spandre in der Junior U20.

Martin Sundin Foto: Thorsten Horn

Martin Sundin

Die Titel der Deutschen Meisterschaft 2015 waren an Eddi Hübner in der E1, Davide von Zitzewitz in der E2 und Dennis Schröter in der E3 ebenfalls schon nach dem ersten Fahrtag vergeben. Vakant war hingegen noch der Meister des klassenübergreifenden Deutschen Enduro-Championats, der letztlich ebenfalls Dennis Schröter hieß. Dem 33-Jährigen aus Crinitz im Süden Brandenburgs reichte dazu ein sechster Rang in der Tageswertung der DM-Fahrer.

Nach vielen Fans und Offiziellen zog am späten Nachmittag dann auch der Veranstalter selbst ein erstes positives Fazit. Der Clubchef Harald Täger, der gleichzeitig gemeinsam mit Jörg Lessing und Wolfgang Buske das Organisationsleitungstrio bildete, sagte dazu: „Ich glaube, wir haben an diesem Wochenende ein schönes Enduro-Fest hier erlebt, denn wir haben viel positive Resonanz erfahren. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Sponsoren und bei den vielen fleißigen Helfern. Ohne die ist es schlichtweg nicht möglich, so etwas auf die Beine zu stellen.“

Dennis Schröter Foto: Thorsten Horn

Dennis Schröter

Weitere Infos gibt es unter www.novemberpokal.de

Pressemitteilung vom 31.10.2015

Tom Sagar Foto: Thorsten Horn

Tom Sagar

Der erste von zwei gleichwertigen Enduro-Fahrtagen am östlichen Stadtrand von Berlin ist Geschichte. Da der „37. Novemberpokal Woltersdorf“ sowohl der Finallauf zur diesjährigen Enduro Europameisterschaft, wie auch zur Deutschen Enduro Meisterschaft ist, gab es am heutigen Samstag eine regelrechte Glückwunschorgie.
Der am meisten Beglückwünschte war der Brite Tom Sagar. Nachdem der 29-Jährige bereits am Freitagabend den Flutlicht-Prolog im Museumspark Rüdersdorf mit einer Fabelzeit für sich entschieden hatte, war er auch am ersten Fahrtag unschlagbar. Mit einer kumulierten Fahrzeit in den Wertungsprüfungen von 1:06:02,72 Stunden gewann er sowohl die Klasse Senioren E2, wie auch die „Overall“-Wertung der EM souverän. Gleichzeitig hatte er sich damit in beiden Wertungen die Europameistertitel vorzeitig gesichert und war nach der Zieldurchfahrt entsprechend glücklich. „Natürlich bin ich absolut happy. Ich bin angereist, um beide EM-Titel zu erringen und das hat sogar schon am ersten Tag geklappt. Ich war heute Morgen noch ein bisschen nervös, denn wenn man so knapp vorm Titelgewinn steht, gehen einen alle möglichen Dinge durch de Kopf. Beim Fahren selbst spielte das dann allerdings keine Rolle mehr“, so der nun dreifache Europameister, der bereits 2013 E2-Titelträger war. Und weiter: „Ich bin ja durch meine WM- und EM-Rennen schon viel in der rumgekommen. Diese Veranstaltung hier war sehr gut organisiert und hat richtig Spaß gemacht. Da ich nun hier auch zwei EM-Titel gewonnen habe, wird Woltersdorf noch lange in meinem Gedächtnis bleiben.“
Mit nur gut 30 Sekunden Rückstand, im Endurosport eine fast schon knappe Entscheidung, wurde der Sachse Edward Hübner vielumjubelter Zweiter. Auch er konnte sich mit seiner couragierten Fahrt über einen weiteren Titel in seiner Sammlung freuen, denn als gleichzeitiger Tagessieger der DM-Klasse E1 und der Championatswertung der Deutschen Meisterschaft, liegt er in der nationalen Wertung der kleinsten Hubraumklasse vor dem letzten Fahrtag uneinholbar in Front.
Mit dem ungefähr gleichen Rückstand von einer halben Minute wurde Jeremy Carpentier Dritter der Tageswertung. Dies war um so erstaunlicher, weil der Franzose in der Junioren-Kategorie E2/E3 der Europameisterschaft der bis maximal 23 Jahre jungen Fahrer an den Start ging und einer Vielzahl an gestandenen Fahrern das Nachsehen gab.
Tom Sagar und Eddi Hübner waren aber bei weitem nicht die Einzigen, die sich vorzeitig über Titel freuen durften. In der Seniorenklasse E1 der EM genügte dem Italiener Maurizio Micheluz Rang zwei, um ebenfalls vorzeitig Europameister 2015 zu werden. In der EM-Veteranenklasse der über 40-Jährigen war der Österreicher Werner Müller erneut eine Klasse für sich und durfte sich somit völlig verdient seinen nun schon neunten EM-Titel ans Revers heften. In der Damenklasse stand die Finnin Sanna Kärkkäinen bereits vor dem Finalläufen in Woltersdorf und Umgebung als Europameisterin fest, doch musste sie sich diesmal mit Platz zwei hinter der Einmalstarterin Maria Franke aus Zeitz begnügen.

Eduard Hübner Foto: Thorsten Horn

Eduard Hübner im Museumspark Rüdersdorf


In der Deutschen Meisterschaft sicherten sich neben Eddi Hübner auch der Norddeutsche Davide von Zitzewitz und Dennis Schröter aus dem brandenburgischen Crinitz die Titel in der E2 bzw. E3 vorzeitig.
Ungeachtet dessen verspricht auch der finale Fahrtag noch viel Spannung, denn in den EM-Klassen Senior E3, Junior E1, Junior E2/E3 und Junior U20 sind die Titel nach wie vor vakant. Das gleiche gilt für den Titel im Deutschen Enduro-Championat, den die frischgekürten Deutschen Meister der drei Einzel-Klassen unter sich ausmachen werden.

Tom Sagar Maurizo Micheluz Foto: Thorsten Horn

Tom Sagar und Maurizo Micheluz

Am Sonntag wird die wilde Hatz der zirka 130 EM-Teilnehmer aus 18 Ländern sowie der rund 80 Enduristen der DEM ab 7.30 Uhr fortgesetzt. Dann sind noch einmal drei Runden von rund 70 km Länge mit je drei Sonderprüfungen zu absolvieren. Diese sind der Extremtest „Unter den Windrädern“ im Energiepark Rüdersdorf, der „Castrol-Test“ unter der Hochspannungstrasse am südlichen Ortsrand von Alt-Rüdersdorf sowie der Test direkt im Museumspark Rüdersdorf unweit der Kranausstellung. Doch auch auf den Verbindungsetappen gibt es wieder einige interessante Abschnitte, wie zum Beispiel das Schlammloch unweit der Schnellstraße B1/B5 nördlich von Rüdersdorf, der „Schleusenparcour“ an der Schleuse Woltersdorf und der „Hildebrandttest“ auf dem Gelände der Firma Hildebrandt, ebenfalls in Woltersdorf.

Schlammloch Novemberpokal 2015 Foto: Thorsten Horn

Schlammloch als Etappe

Nach dem letzten „Enduro-Feiertag“ der Saison 2015 findet ab ca. 17.00 Uhr im Kulturhaus Rüdersdorf die öffentliche Siegerehrung aller Klassen und Wertungen sowie die offizielle Krönung der Meister statt.
Weitere Infos gibt es unter www.novemberpokal.de

Pressemitteilung vom 27.10.2015

Wenngleich der MC Woltersdorf e.V. im ADMV die meisten seiner „Novemberpokal“ genannten Veranstaltungen als Motorrad-Trial austrug, seit 2004 hat sich dieser auch einen ausgezeichneten Ruf im Enduro-Sport erarbeitet. Aber nicht nur als Veranstalter, sondern gleichzeitig auch als Club zahlreicher aktiver Enduro-Fahrer. Zwar kommen die Breitensportler aus den eigenen Reihen beim nun schon 37. Novemberpokal Woltersdorf am östlichen Stadtrand Berlins auf Grund der Tatsache, dass man mit den Finalläufen zur Enduro-Europameisterschaft sowie zur Deutschen Enduro Meisterschaft ein neues Level erreichen wird, diesmal nicht zum Zug, doch einige Piloten werden als Lokalmatadore dennoch vom 30. Oktober bis 1. November das Salz in der Suppe sein.

Nico Rambow Foto: Thorsten Horn Da wäre zum Beispiel der 32-jährige Nico Rambow aus Bernau, der in diesem Jahr in beiden Serien antritt, allerdings von einer Verletzung am Saisonbeginn eingebremst wurde. Erst 2013 hatte er den Motorrad-Führerschein gemacht und ist in den Endurosport eingestiegen. In seiner ersten halben Saison hatte er im Deutschen Enduro Pokal, quasi der 2. Bundesliga der deutschen Enduroszene, so viele Punkte gesammelt, dass er 2014 schon in der A/I-Lizenz mitfahren konnte. In der Klasse E2 konnte er auf Anhieb Gesamtsechster werden und nahm sich daraufhin für dieses Jahr einiges mehr vor. „Dann habe ich mir bei einem Hobbyrennen am Saisonanfang 2015 den Oberschenkel gebrochen und etliche Bänder verletzt. Laut meines Arztes sollte ich dieses Jahr eigentlich gar nicht mehr fahren, aber ich habe mich darüber hinweggesetzt und wieder ran gekämpft. Normalerweise, so glaube ich, könnte ich ohne die Verletzung um einiges weiter vorn fahren, aber Hauptsache ist, dass ich überhaupt wieder dabei bin“, erklärt Nico Rambow. Und weiter: „Auf den diesjährigen Novemberpokal freue ich mich natürlich riesig, denn ich habe mir die Tests mit ausgedacht und aufgebaut. Das hat mir sogar eine Menge Spaß gemacht, denn in unserem Club und im Team KTM GST Berlin Racing haben wir einen super Zusammenhalt.“ Beim diesjährigen Novemberpokal startet Nico Rambow im EM-Feld in der Klasse Senioren E2 mit der Startnummer 320.

Nico Rambows Teamchef Christoph Lessing wollte sich eigentlich ebenfalls unter die EM-Piloten mischen, und zwar mit der Startnummer 417 der Klasse Senioren E3. Doch nachdem sich der 35-jährige Berliner Motorradhändler bei einem Kundenevent, natürlich auf dem Bike, einen Mittelfußbruch zuzog und dieser trotz aller Bemühungen nicht rechtzeitig ausreichend verheilte, musste er seine Teilnahme schweren Herzens absagen. Als Vorausfahrer wird er dennoch, wenngleich eingeschränkt, aktiv dabei sein.Christoph Lessing Foto: Thorsten Horn

Mit Mike von Ahlen aus dem Bernauer Ortsteil Schönow ist ein weiterer Fahrer des gastgebenden MC Woltersdorf mit von der Partie. In der Klasse der Veteranen trägt sein Bike die Startnummer 525. Er sagt: „Wir sind mit Christoph Lessing und seinem Team eine super Truppe, von daher fahre ich, zwar nur noch mehr zum Spaß, ebenfalls die EM. Auf meine Heimveranstaltung in Woltersdorf freue ich mich ganz besonders, zumal auch ich bei der Organisation mithelfe.“

In der Deutschen Enduro Meisterschaft ist Björn Feldt das Aushängeschild des MC Woltersdorf. Zwar kommt der 27-Jährige aus dem mecklenburgischen Roduchelstorf nahe Lübeck, doch fühlt er sich durchaus als Woltersdorfer, was er folgendermaßen begründet: „Ich komme zwar von etwas weiter aus dem Norden, aber da der MC Woltersdorf mein Heimverein und die Familie Lessing wie eine Familie zu mir ist, sehe ich den Novemberpokal schon als mein Heimrennen. Eigentlich war es mein Ziel, hier den Vizetitel einzufahren, doch nachdem ich zuletzt in Zschopau mit einem leckgeschlagenen Motorgehäusedeckel aufgeben musste und in der E3 vom zweiten Tabellenrang auf den dritten zurückgefallen bin, wird das nun natürlich schwer. Aber es sind noch zwei Tage zu absolvieren, da kann noch viel passieren.“Björn Feldt Foto: Thorsten Horn

Das Zentrum der Veranstaltung befindet sich im Museumspark Rüdersdorf, wo am Freitag, dem 30. Oktober, ab 17.00 Uhr zunächst der beliebte, aus Kapazitätsgründen in diesem Jahr allerdings den EM-Piloten vorbehaltene Flutlicht-Prolog ansteht. Der Eintritt kostet 10 Euro, wobei die Eintrittskarte auch an den beiden darauffolgenden Fahrtagen Gültigkeit besitzt. Wer jedoch nur am Samstag und/oder Sonntag dabei sein kann bzw. will, zahlt einmalig 5 Euro Eintritt.

Am Samstag nehmen dann die zirka 150 EM-Teilnehmer aus 18 Ländern sowie der rund 120 Enduristen der DEM ab 8.00 Uhr das Rennen im Museumspark Rüdersdorf in der Nähe des Haupteingangs an der Heinitzstraße auf. Von da aus geht es über einen rund 60 km langen Rundkurs durch einen Teil des Märkischen Oderlandes sowie des Landkreises Oder-Spree, der drei Mal zu befahren ist. Gespickt ist diese Strecke mit drei Sonderprüfungen – dem Extremtest „Unter den Windmühlen“ im Energiepark Rüdersdorf, dem „Castrol-Test“ unter der Hochspannungstrasse am südlichen Ortsrand von Alt-Rüdersdorf und dem neuen Test direkt im Museumspark Rüdersdorf. Weitere interessante Abschnitte sind die Schlammpassage nördlich von Rüdersdorf unweit der Schnellstraße B1/B5 sowie der „Schleusenparcour“ an der Schleuse Woltersdorf und der „Hildebrandttest“ auf dem Gelände der Firma Hildebrandt, ebenfalls in Woltersdorf. Die EM-Piloten werden dabei als erste auf die Strecke geschickt, anschließend die DEM-Fahrer und zum Schluss die Teilnehmer am Deutschen Enduro Pokal. DEM-Starter, die auch um EM-Punkte kämpfen, werden ins Feld der EM-Piloten eingegliedert. Die Streckenführung und Sonderprüfungen sind für alle Fahrer gleich. Die Zielankunft der ersten Fahrer ist für 16.30 Uhr geplant, und ab 17.30 Uhr findet die Siegerehrung für den ersten Fahrtag statt. Ab 20.00 Uhr sind Fahrer, Teammitglieder und natürlich Fans zur Rocknacht mit der Live Band „Zig Zag“ im Kulturhaus Rüdersdorf eingeladen.

Am finalen Fahrtag geht das Ganze bereits 7.30 Uhr los. Die Zielankunft der ersten Aktiven ist gegen 15.30 Uhr zu erwarten, und ab ca. 17.00 Uhr erfolgt, wiederum im Kulturhaus Rüdersdorf, die öffentliche eventbezogene Siegerehrung sowie die Ehrung der jeweiligen Europa- und Deutschen Meister der Saison 201.

Parkplätze stehen für Besucher in der Ortsmitte Rüdersdorf an der alten Autobahnauffahrt (Am Landhof) und an jeder Wertungsprüfung zur Verfügung. Programmhefte mit Starterlisten, Streckenpläne und weiteren interessanten Informationen sowie Eintrittskarten können Besucher ab 28. Oktober im Welcome-Center (Kulturhaus Rüdersdorf) erwerben. Für Speis und Trank ist an allen wichtigen und entsprechend gut frequentierten Zuschauerplätzen gesorgt. Weitere Infos gibt es unter www.novemberpokal.de.

Pressemitteilung vom 30.10.2015

Prolog Museumspark Rüdersdorf Foto: Thorsten Horn

Prolog Museumspark

Der Anfang des „37. Novemberpokal Woltersdorf“ ist gemacht, und mit Tom Sagar gab es beim beliebten Flutlicht-Prolog im Museumspark Rüdersdorf am Freitagabend, dem 30. Oktober, einen verdienten Sieger. Dabei stellte der Gesamtführende der Europameisterschaft aus Großbritannien seine Klasse erneut unter Beweis.

Mit dem Ausrichten des Finales der Enduro-Europameisterschaft und zugleich zur Deutschen Enduro Meisterschaft, kurz DEM, hat der MC Woltersdorf e.V. im ADMV mit Clubchef Harald Täger sowie den Organisationsleitern Jörg Lessing und Wolfgang Buske an der Spitze eine große Herausforderung angenommen und diese beim ersten von drei Teilen schon mal bewältigt.

Als kurz nach 17.00 Uhr die Veranstaltung vom Bürgermeister der Gemeinde Rüdersdorf André Schaller offiziell eröffnet wurde, säumten mehrere Hundert Endurofans den Parallel-Parcours. Wenngleich die Ouvertüre zu diesem erstklassigen Enduro-Wochenende aus Kapazitätsgründen den EM-Piloten vorbehalten war, dürfte ein Jeder auf seine Kosten gekommen sein.

Jörg Lessing, Andre Schaller, Harald Täger Foto: Thorsten Horn

Jörg Lessing, Bürgermeister Andre Schaller, Harald Täger

Als Erste wurde die Damenklasse auf die Reise geschickt, und hier war es Maria Franke aus Zeitz, die die schnellste Zeit markierte. Anschließend waren die sogenannten Veteranen dran, doch musste das nichts heißen, denn der achtfache Europameister Werner Müller aus Österreich lieferte mit 2:04,26 Min. prompt die erste brauchbare Zeit. Am Ende lag er unter den insgesamt 134 Teilnehmern auf dem beachtlich 15. Gesamtrang und war damit sogar marginal schneller als der diesjährige deutsche WM-Teilnehmer Edward Hübner. Bester Deutscher wurde der Südhesse Jan Schäfer aus Unter-Schönmattenwag, der auf Platz zehn kam.

Die stärkste Fraktion stellte die Klasse Senioren E2, aus der sich sieben Fahrer an der Spitze des Rankings in den Top 10 wiederfanden. Sie alle fuhren Zeiten zwischen 1:59 und 2:02 Min., außer einer – Tom Sagar. Der Europameister von 2013 zauberte eine noch einmal drei Sekunden schnellere Zeit auf den Hindernisparcour, so dass die Konkurrenz nur staunen konnte. Als Gesamtzweiter übernachtet der Tchesche Jaromir Romancik und der Frazose Rudy Cotton als Dritter.

Tom Sagar Foto: Thorsten Horn

Tom Sagar beim Prolog in Aktion

Nach dem tollen Auftakt geht es am Samstag und am Sonntag mit klassischem und sicherlich wieder tollem Endurosport weiter. Der Start der 134 EM-Teilnehmer aus 18 Ländern sowie der 85 Enduristen der DEM erfolgt am Samstag und tags darauf 7.30 Uhr. Pro Runde sind drei Sonderprüfungen, der Extremtest „Unter den Windrädern“ im Energiepark Rüdersdorf, der „Castrol-Test“ unter der Hochspannungstrasse am südlichen Ortsrand von Alt-Rüdersdorf sowie der Test direkt im Museumspark Rüdersdorf unweit der Kranausstellung zu absolvieren. Weitere interessante Abschnitte sind „unterwegs“ das Schlammloch unweit der Schnellstraße B1/B5 nördlich von Rüdersdorf sowie der „Schleusenparcour“ an der Schleuse Woltersdorf und der „Hildebrandttest“ auf dem Gelände der Firma Hildebrandt, ebenfalls in Woltersdorf.

Am Samstag findet zudem ab 20.00 Uhr die Rocknacht im Kulturhaus Rüdersdorf mit der Live-Band „Zig Zag“ statt. Die öffentliche Siegerehrung aller Wertungen und Meister geht am Sonntag ab ca. 17.00 Uhr in der gleichen Location über die Bühne.

Weitere Infos gibt es unter www.novemberpokal.de

Pressemitteilung vom 20.10.2015

In Sachen Motorsport ist der MC Woltersdorf eine der ersten Adressen im Berliner Umland. In diesem Jahr trägt dieser seinen nun schon „37. Novemberpokal“ aus, so dass man hierbei ganz klar von einer Traditionsveranstaltung sprechen muss. Dieser findet vom 30. Oktober bis 1. November 2015 statt, und damit gleich an drei tollen Tagen. Aus gutem Grund, denn wenngleich man in der Vergangenheit nur sporadisch die besten deutschen Enduro-Fahrer zu einem DM-Lauf hier begrüßte, bietet man seinen stets zahlreichen und treuen Fans diesmal etwas ganz Besonderes. Zum einen richtet man nach einer planmäßigen Pause im letzten Jahr wieder das Finale zur Deutschen Enduro Meisterschaft sowie zum Deutschen Enduro Pokal aus, und obendrein erstmals das Finale der Enduro-Europameisterschaft.Christoph Lessing beim Prolog 2014 Foto: Peter Teichmann

Das Veranstaltungszentrum mit Fahrerlager, Maschinenabnahme, Parc Fermé und Start und Ziel ist das Gelände des Museumsparks Rüdersdorf am östlichen Stadtrand Berlins. Hier steht am Freitag zunächst die öffentliche Technische Abnahme ab 9.00 Uhr auf dem Programm. Das erste Highlight ist dann ebenfalls im Museumspark Rüdersdorf der allseits beliebte Flutlicht-Prolog, der aus Kapazitätsgründen diesmal allerdings ausschließlich den EM-Teilnehmern vorbehalten ist. Ab 17.00 Uhr gehen die Aktiven paarweise auf den mit zahlreichen Hindernissen gespickten und somit tollen Sport und viel Action bietenden Parallelkurs. Der Eintritt kostet 10 Euro, wobei die Eintrittskarte auch an den beiden darauffolgenden Wettbewerbstagen Gültigkeit besitzt. Wer jedoch nur am Samstag und/oder Sonntag dabei sein kann bzw. will, zahlt einmalig 5 Euro Eintritt.

Der (Block)-Start der zirka 150 EM-Teilnehmer aus 18 Ländern sowie der rund 140 Enduristen der DEM erfolgt am ersten Fahrtag über einen Rundkurs von 60 km Länge durch das Gelände des Märkischen Oderlandes sowie des Landkreises Oder-Spree 8.00 Uhr wiederum im Museumspark Rüdersdorf in der Nähe des Haupteingangs an der Heinitzstraße. Tags darauf geht es bereits 7.30 Uhr los. Dabei gehen die EM-Piloten als erste auf die Strecke, und anschließend die DEM-Fahrer, wobei Teilnehmer, die in der EM und der DEM starten, ins Feld der Europameisterschaft eingegliedert werden. Als dritter Block folgen die Teilnehmer am Deutschen Enduro Pokal. Die Streckenführung und Sonderprüfungen sind für alle Fahrer gleich.

Pro Runde sind die drei Sonderprüfungen zu absolvieren. Während der Extremtest „Unter den Windmühlen“ im Energiepark Rüdersdorf und der sogenannte „Castrol-Test“ unter der Hochspannungstrasse am südlichen Ortsrand von Alt-Rüdersdorf aus den Vorjahren bekannte Größen sind, ist der dritte Test direkt im Museumspark Rüdersdorf unweit der Kranausstellung neu. Weitere interessante Abschnitte sind „unterwegs“ die Schlammpassage unweit der Schnellstraße B1/B5 nördlich von Rüdersdorf sowie der „Schleusenparcour“ an der Schleuse Woltersdorf und der „Hildebrandttest“ auf dem Gelände der Firma Hildebrandt in Woltersdorf.

 

Geschichtliches

Der erste Novemberpokal wurde bereits 1966 ausgetragen, damals als Motorrad-Trial. Diese Veranstaltung gab es bis einschließlich 1991. 2004 ließ man den Novemberpokal wieder aufleben, nun allerdings als Enduro. Hatte man sich zunächst ausschließlich dem Breitensport und Hobby-Fahrern verschrieben, betrat man 2012, also im Jahr der Six Days in Sachsen, Neuland, indem man erstmals einen Lauf zur DEM – Deutschen Enduro Meisterschaft ausrichtete. Als „Novemberpokal“ war das logischerweise gleichzeitig das Finale, Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und wurde von den Aktiven wie Funktionären gleichermaßen gelobt. Somit sollte und durfte man 2013 gleich noch einmal ran. Nach einem Jahr des „Durchschnaufens“ mit wiederum „nur“ einem Enduro für jedermann, setzt der MC Woltersdorf e.V. im ADMV bei der 14. Auflage des Novemberpokals als Enduro mit dem Finallauf der Europameisterschaft 2015 nun den nächsten Meilenstein seiner 1958 begonnenen Clubgeschichte.

 

Die interessantesten Zuschauerpunkt im Überblick

Extremtest WP 1 – im Energiepark Rüdersdorf unter den Windrädern

Dieser ist durch seine extrem steilen Auf- und Abfahrten berühmt berüchtigt. Neu ist in diesem Jahr die Zufahrt der Zuschauer über die „Straße der Jugend“.

Castroltest WP 2 – unter der Hochspannungstrasse

Er bietet den Zuschauern tolle, bis zu 25 Meter weite Sprünge der Fahrer. Die Zufahrt erfolgt von Alt-Rüdersdorf/Hortwinkel über Hans-Schroer-Straße.

„Schlammloch“ – Nähe Gewerbegebiet Tasdorf-Süd

Unweit der Bundesstraße B1/B5 (nördlich von Rüdersdorf) ist ein in einem Waldstück befindliches morastiges Gewässer von den Teilnehmern zu durchfahren.

„Schleusenparcour“ – an der Schleuse Woltersdorf

In Woltersdorf ist an der Zeitkontrolle Maiwiese Teamarbeit zu erleben. Kurz darauf müssen die Aktiven eine Spezialsektion an der Schleuse Woltersdorf bewältigen.

„Hildebrandttest“ – auf dem Gelände der Firma Hildebrandt am Berghofer Weg

Im Anschluss an den „Schleussenparcours“ steht der sogenannte „Hildebrandttest“, eine Spezialsektion auf dem Gelände der Firma Hildebrandt am Berghofer Weg, an.

Museumspark Rüdersdorf WP 3 – im hinteren Teil des Museumsparks

Am Ende der Runde folgt die Prüfung im hinteren Teil des Museumsparks Rüdersdorf unweit der musealen Krananlagen. Das Museumsgelände ist an beiden Tagen geöffnet, und man kann aufregenden Motorsport mit einem Museumsbesuch verbinden.

 

Was sonst noch los ist

Der Museumspark bietet noch viel mehr. So können an allen Tagen museale Bergwerks- und Maschinentechnik sowie historische Gebäude einschließlich interessanter Gesteinssammlungen angeschaut werden.

Am Samstag findet ab 20.00 Uhr die Rocknacht im Kulturhaus Rüdersdorf mit der Live Band „Zig Zag“ statt.

Die öffentliche Siegerehrung erfolgt am Sonntag ab ca. 17.00 Uhr im Kulturhaus Rüdersdorf, wo neben den Siegern des hiesigen Events auch die jeweiligen Europa- und Deutschen Meister der Saison 2015 geehrt werden.

 

Hilfreiche Zusatzinformationen für Zuschauer

Für Besucher stehen Parkplätze in der Ortsmitte Rüdersdorf an der alten Autobahnauffahrt (Am Landhof) und an jeder Wertungsprüfung zur Verfügung. Programme und Streckenpläne sowie Eintrittskarten kann der Besucher ab 28. Oktober im Welcome-Center (Kulturhaus Rüdersdorf) erwerben.

An allen Besucherplätzen ist für Speis und Trank gesorgt. Je nach Witterung sollten feste Schuhe und Regenbekleidung keinesfalls fehlen.

 

Dank

Der Enduro-Novemberpokal des MC Woltersdorf e.V. im ADMV hat sich in den letzten Jahren zu einer großen und bedeutenden Motorsportveranstaltung in Brandenburg entwickelt. Die gesamte Veranstaltung ist nur durch den Einsatz von mehr als 140 ehrenamtlichen Helfern sowie die Unterstützung durch Firmen, Partnern und Sponsoren der Region möglich. Diesen, den Gemeindeverwaltungen von Rüdersdorf und Woltersdorf, den Genehmigungsbehörden der Landkreise Märkisch-Oderland und Oder-Spree sowie den privaten Land- und Waldbesitzern, die die Befahrung ihres Besitzes gestatten, gilt ein herzlicher Dank.

 

 

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