Vorjahressieger gewinnt Novemberpokal erneut

Hamish Macdonald verteidigt seinen Titel

Hamish Macdonald gewann erneut den „Novemberpokal“ des MC Woltersdorf

Der Sieger des „43. Novemberpokals“ des MC Woltersdorf heißt, wie im Vorjahr, Hamish Macdonald. Am Ende einer wiederum gutklassigen und viel gelobten Enduro-Veranstaltung hatte der 22-jährige Neuseeländer erneut die Nase vorn. Beim Finallauf der Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft (DEM) setzte er sich gegen Luca Fischeder und Chris Gundermann durch.

Natürlich war der als klarer Tabellenleader der klassenübergreifenden Championatswertung der Int. Deutschen Enduro Meisterschaft angereiste Hamish Macdonald der klare Favorit auf den größten Pokal. Mit Bestzeiten in allen neun Sonderprüfungen (drei Runden á drei Tests) wurde er dieser Favoritenstellung vollauf gerecht und verteidigte neben dem „Novemberpokal“ auch seinen Meistertitel. „Es ist nett, wieder hier und auch den Titel gewonnen zu haben. Das Rennen heute war perfekt für mich, aber auch von den Bedingungen her – ein echtes Enduro, wie es sein sollte. Wir hatten einen sehr schnellen und ziemlich technischen Test, der ein bisschen gefährlich war. Die anderen beiden Tests hatten alles, was man sich als Fahrer wünscht. Dieses Rennen gehört zu den besten in Deutschland. Der Verein hat wieder einen sehr guten Job gemacht. Es war rundum wieder schön, hier gewesen zu sein“, lobte Hamish Macdonald das Organisationsteam des MC Woltersdorf.

Luca Fischeder wurde Gesamtzweiter

Mit seinem erneut zweiten Platz hinter seinem Trainingspartner und Stallgefährten im Team Sherco Academy Deutschland sicherte sich der gleich alte Luca Fischeder aus dem sächsischen Geringswalde den Titel in der größten Hubraumklasse E3 und fand anschließend ähnlich lobende Worte wie der „Kiwi“. Er sagte: „Woltersdorf ist für mich immer eine sehr schöne Veranstaltung. Ich hatte hier im letzten Jahr mein bestes Ergebnis eingefahren und von daher sehr gute Erinnerungen. Das ist immer eine rundum gelungen Veranstaltung, ich fahre immer gern hier, denn es ist zusammen mit Zschopau die beste Veranstaltung in Deutschland.“

Dritter der Tageswertung wurde Chris Gundermann aus Straufhain in Thüringen, der ebenfalls in der E3-Kategorie angetreten war.

Als Gesamtvierter kam Edward „Eddi“ Hübner aus dem ebenfalls sächsischen Penig ins Ziel. Damit hatte der Pilot vom Team KTM GST Berlin zwar das Tagespodest der wichtigsten Siegerehrung knapp verpasst, doch als E2-Zweiter kam er trotzdem zu einem weiteren Pokal für seine bereits sehr umfassende Sammlung. Noch mehr dürfte er sich allerdings über seinen gleichzeitig dingfest gemachten fünften DM-Titel gefreut haben, denn da der auch in der Enduro-Weltmeisterschaft aktive Hamish Macdonald in Europa mit einer italienischen Lizenz an den Start geht, wird er nur im Championat, aber nicht in seiner Klasse E2 für die Meisterschaft gewertet.

In der Klasse E1 stand Yanik Spachmüller aus Schwabach bereits seit dem vorherigen Rennen in Burg als Meister fest, was ihn allerdings nicht dazu veranlasste, langsamer zu fahren. Im Gegenteil. Beim finalen Rennen der Saison 2021 drehte er hinten raus noch einmal so richtig auf und schnappte so dem Lokalmatador Robert Riedel noch gesamtfünften Platz sowie den E1-Tagessieg vor der Nase weg.

Starkes Heimrennen von Robert Riedel

Der Rüdersdorfer trug es allerdings mit Fassung. Er sagte anschließend: „Ich hatte mir ja beim ersten Rennen des Jahres gleich den Fuß gebrochen, womit ich noch länger Probleme hatte. Von daher bin ich heute mit meinen Platzierungen zufrieden. Das war für mich ein sehr gutes Rennen. Die Strecke war richtig geil. Nach dem Regen hatte ich gedacht, dass es viel matschiger ist. Im ersten Test bin ich richtig gut zurechtgekommen, aber in den anderen beiden war ich etwas zu verhalten. Ich wollte einfach auf Sicherheit fahren und nicht hinfallen. Da fehlt dann halt immer ein bisschen was. Aber mit dem E1-Podest ist das ein schöner Saisonabschluss für mich.“ Sein Blick auf die nächste Saison ist hingegen derzeit noch etwas verschwommen. „Was ich im nächsten Jahr mache, weiß ich noch nicht. Durch Corona weiß man ja nicht, was überhaupt stattfindet. Falls ich im nächsten Jahr nicht viel fahren sollte, hier fahre ich auf jeden Fall. Novemberpokal muss sein“, war sein sicherlich nicht ganz ernst gemeinter Kommentar dazu. Dann richtet der MC Woltersdorf e. V. im ADMV, wie schon 2015, wieder das Finale zur Enduro-Europameisterschaft inklusive der DM aus.

Über einen Sieg eines Clubfahrers konnte sich der gastgebende Verein dennoch freuen. Wie im Vorjahr gewann Christoph Lessing, gleichzeitig der Chef des Teams KTM GST Berlin Racing, die Pokal-Klasse E3B. Und das so ziemlich aus dem Stand, denn der in die Organisation stark eingebundene Berliner fand in den letzten Wochen so gut wie keine Zeit zum trainieren.

Christoph Lessing gewann wieder die „E3B“

Im DMSB Damen-Enduro-Cup fuhr die Meisterin des Vorjahres, Stefanie Sonnenberg aus Panketal vom RB-Motorsports Racing Team/ADMV-Team MC Woltersdorf e. V. im ADMV, auf den dritten Tagesrang und sicherte sich damit auch in der Gesamtwertung den Bronzerang.

Stefanie Sonnenberg im Steinfeld

Nach wieder vielen, teilweise nervenaufreibenden Stunden ehrenamtlicher Arbeit zur Vorbereitung der Veranstaltung konnten die an der Spitze des Organisationteams stehenden Harald Täger und Jörg Lessing erneut ein positives Fazit ziehen. So sagte Harald Täger: „Wir hatten bei der Veranstaltung 180 Helfer inklusive Rettungs- und Ordnungsdienst im Einsatz, die wieder für einen nahezu reibungslosen Ablauf sorgten. Wir haben viel Lob von allen Seiten erhalten, was uns Kraft fürs nächste Mal gibt. Der Verein ist dem Herzfelder Landwirt Meintrup für die Nutzung seiner Ackerwege sehr dankbar, muss sich für das Fehlverhalten einiger Motorradfahrer, die nicht zur Veranstaltung oder zum Verein gehörten, jedoch entschuldigen.“ Dazu ergänzte Jörg Lessing: „Unser Dank geht an all unsere Sponsoren, Partner und Helfer sowie an die regionale Forstverwaltung für die Gestattung, wiederum Arbeitsgassen in die Streckenführung einzubinden. Jetzt lassen wir alles erst einmal alles ein paar Tage sacken, dann richtet sich unser Blick auf den 44. Novemberpokal 2022.“

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des DDR-Meisterschaftslaufes 1971 ehrte der MC Woltersdorf durch Harald Täger (2. v. r.) den damaligen Fahrtleiter Heinz Friedrich, den ehemaligen Abschnittsleiter Rainer Matscheck und den damaligen Klassensieger Siegfried Rauhut

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.