Der Anfang ist gemacht

Mit dem Sieg des Franzosen Loic Larrieu nach dessen spektakulärem Ritt endete der erste Tag, oder besser gesagt Abend, des dreitägigen Enduro-Festivals in Rüdersdorf bei Berlin. Beim Finale der „Maxxis FIM Enduro World Championship“ 2018 gewann der 27-jährige Yamaha-Pilot den obligatorischen Auftakt-Prolog und setzte sich dabei nur ganz knapp gegen den amtierenden Weltmeister Steve Holcombe durch. Dieser unterstrich mit Platz zwei seine Anwartschaft auf seine WM-Titel Nummer drei und vier, denn außer dass der Brite in seiner Klasse E3 kurz vorm Titelgewinn steht, führt der 27 Jahre alte Beta-Pilot auch die klassenübergreifende Overall-Wertung an.

 

Bei idealen, spätsommerlichen Bedingungen gingen vor vollem Haus in der sogenannten „CEMEX GO ARENA“ im Bereich Rüdersdorfer Kesselsee zunächst die Teilnehmer an der Deutschen Enduro Meisterschaft, welche ins WM-Programm integriert ist, auf den aufwändig und mit viel Liebe zum Detail präparierten Parallelkurs. Dabei markierte der zehnfache Deutsche Meister und auch aktuelle DEM-Leader Dennis Schröter aus Crinitz die schnellste Zeit. Zwar nahmen später weitere DEM-Teilnehmer die Strecke im Block der WM-Starter unter die Räder, doch an die Zeit des Südbrandenburgers, wenngleich er diese im Hellen erzielen konnte, kam keiner mehr ran.

Loic Larrieu bei seinem Ritt zum Prolog-Sieg

Natürlich wartete man gespannt auf die besten Enduro-Piloten der Welt, und diese hielten, was man sich von ihnen versprach. Nachdem der Neuseeländer Hamish Macdonald als Bester der Youth-Klasse und der Spanier Tosha Schareina als Schnellster der Junioren Zeiten hingezaubert hatten, die auch den höchsten Ansprüchen der EnduroGP-Fahrer genügten, dauerte es bis zum fünftletzten Duell, dass der Italiener Thomas Oldrati diese Zeiten unterbot. Kurz darauf stellte Loic Larrieu mit 1:10,21 Minuten eine neue Bestzeit auf, die die ausgewiesenen Prolog-Spezialisten Bradley Freeman und Alex Salvini, nicht zuletzt auf Grund von kleineren und größeren Fahrfehlern, nicht knacken konnten und sich selbst Steve Holcombe daran die Zähne ausbiss. So übernachtete Loic Larrieu als Prolog-Sieger in Rüdersdorf und mit einer Zeitgutschrift von zwölf Sekunden für den ersten richtigen Fahrtag.

Dennis Schröter war der schnellste Deutsche

Was diese Wert ist, wird sich zeigen, denn am Samstag, dem 13. Oktober, wird es dann richtig ernst. Dann geht es auf dem „X-Rocks Enduro Test powered by Autohaus Erkner/VW“ und dem „Technomousse Xtreme Test powered by Autohaus Erkner/Skoda“, die sich beide ebenfalls in der „CEMEX GO ARENA“ im Bereich Kesselsee bzw. Energiepark Rüdersdorf unter den Windrädern befinden, sowie auf dem „Maxxis Cross Test powered by Autohaus Erkner/Audi“ am Ortsausgang Altrüdersdorf „unter der Freileitung“ in erster Linie um die begehrten WM-Punkte. Ein weiterer interessanter Zuschauerpunkt ist der nicht gezeitete, aber dennoch anspruchsvolle „Sparkassenparcours powered by Autohaus Neumann“ in der Nähe des Aussichtsturms Kranichsberg am östlichen Ortsrand von Woltersdorf. Am Sonntag wartet das gleiche Programm auf die Teilnehmer. Das Fahrerlager sowie Start und Ziel befinden sich nördlich von Rüdersdorf im Gewerbegebiet Tasdorf-Süd, direkt an der B1.

 

Der Eintritt kostet für Erwachsene pro Tag 10 Euro. Das Programmheft mit Starterlisten, Streckenkarte und vielen weiteren nützlichen Informationen gibt es für 3 Euro. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

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